Glaukom
Das Glaukom ist heute weltweit eine der häufigsten Ursachen für irreversible Erblindung.
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Fragen und Hinweise · 1 MIN LESEZEIT
WAS SIE WISSEN SOLLTEN
Das Glaukom ist eine fortschreitende Schädigung des Sehnervs mit charakteristischen anatomischen Veränderungen und entsprechenden Empfindlichkeitsverlusten im Gesichtsfeld.
Der größte Risikofaktor für seine Entstehung ist ein erhöhter Augeninnendruck (okuläre Hypertension), obwohl es auch Normaldruckglaukome gibt.
Der Augeninnendruck ergibt sich aus dem Gleichgewicht zwischen Bildung und Abfluss des Kammerwassers. Da seine Bildungsrate relativ konstant ist, entsteht eine okuläre Hypertension üblicherweise durch unzureichenden Abfluss.
Der wichtigste Abflussweg des Kammerwassers verläuft durch das Trabekelwerk im Winkel zwischen dem Irisansatz und dem Übergang von Hornhaut zu Sklera.
Von Offenwinkelglaukom spricht man bei anscheinend freiem Zugang zum Kammerwinkel. Bei Engwinkel- oder Winkelblockglaukom behindern dagegen Hindernisse den ausreichenden Zugang des Kammerwassers zum Trabekelwerk.
Offenwinkelglaukome sind wesentlich häufiger als Engwinkelglaukome. Letztere verlaufen jedoch im Allgemeinen zerstörerischer und verursachen trotz ihrer Seltenheit fast 50 % der glaukombedingten Erblindungen.
Die Beurteilung des Kammerwinkels ist bei Verdacht auf Glaukom oder bestehender Diagnose unverzichtbar.
Die beste Beurteilungsmethode ist üblicherweise die Gonioskopie.
Zusatzuntersuchungen wie die optische Kohärenztomographie (OCT) und Ultraschallbiomikroskopie (UBM) sind dabei ebenfalls hilfreich.
Diese Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche Untersuchung. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Behandlungsteams.
Dr. Nuno Lopes · Patienteninformationen
Redaktionell aktualisiert am 27. Oktober 2026. Die individuellen Anweisungen Ihres Behandlungsteams haben Vorrang.